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Solidarität zeigen und leben

Der Stadt Friedrichsdorf werden in nächster Zeit zwischen 150 und 500 Asylsuchende (bereits registrierte Flüchtlinge aus der Erstaufnahmestelle Gießen oder der Überlaufstelle in Oberursel) zur Unterbringung im Stadtgebiet zugewiesen. Da die diversen Verhandlungen zum Erwerb oder zur Belegung von Räumlichkeiten noch nicht abgeschlossen und keine freien Kapazitäten vorhanden sind, ist eine befristete (Dauer unbekannt) Unterbringung in der Seulberger Halle in die Betrachtungen der Stadt einbezogen worden.

Der Vorstand des Sportvereines und dessen Abteilungen unterstützen die Maßnahmen zur Hilfe und Betreuung der Flüchtlinge und Asylsuchenden und versteht deren derzeitige Situation. Aufgrund der dann eventuell fehlenden Sporthalle in Seulberg wurde auf Veranlassung der umliegenden Turnvereine ein kurzfristiger Gesprächstermin einberufen.

In diesem ersten Gespräch mit Vertretern des Sport- und Kulturamtes der Stadt Friedrichsdorf, der Turnvereine (Burgholzhausen, Friedrichsdorf, Köppern, Seulberg) sowie anderer Vereinsspitzen zur Nutzung der vereinseigenen und kreiseigenen Sporthallen, haben sie ihre Solidarität zum SVS demonstriert.

Die Abteilungen der Vereine rücken zusammen, Mannschaften verzichten auf Hallenzeiten oder wechseln die Örtlichkeiten, um den Handballern und Tischtennissportlern des SVS Trainings- und Spielzeiten zur Verfügung stellen zu können. Hierfür bedanken wir uns bei jedem herzlich.

So wie sich die Friedrichsdorfer Vereine solidarisch erklären und helfen, wünsche ich mir die tatkräftige Unterstützung eines jeden Mitgliedes des SVS. In diesem Sinne hat unsere Fußballabteilung auf die im Winter vorhandenen Hallenzeiten fast vollständig in der Philipp-Reis-Sporthalle und in der Köpperner Kreissporthalle verzichtet und diese den Handballern zur Verfügung gestellt. Wie sieht Ihre persönliche Solidarität gegenüber ihrer Abteilung aus?

Die Auswirkungen in den Abteilungen Handball und Tischtennis werden nicht nur darin bestehen, dass in anderen Hallen zu ungewohnten Zeiten trainiert und/oder gespielt wird; finanziell werden sich neue Kosten ergeben und die Einnahmen aufgrund der Umstellungen schrumpfen. Die Abteilungsvorstände sind gezwungen alle Ausgaben unter die Lupe zu nehmen und diese, so weit möglich, zu minimieren.

Normales sollte ohne Prüfung als solches nicht mehr als normal hingenommen werden, nur weil wir es schon immer so gemacht haben. Unterstützen sie ihre Abteilung jetzt vermehrt, unseren Verein durch ihre persönliche Solidaritätsbekundung und lassen sie uns diese außergewöhnliche Situation gemeinsam meistern.